6. Januar 2014

JUHU, JUHU, sie haben Füsschen bekommen oder warum ich mit Spritzbeuteln einfach nicht warm werde...

Vor einer längeren Weile habe ich mal probiert, Macarons zu backen. Ich wollte "üben" weil ich gern an unserer Hochzeit welche anbieten wollte. Sie sind nicht so recht geworden. Die Buttercreme schmeckte zwar nicht schlecht, war aber mit Klumpen und total unschön anzusehen.
Irgendwie bin ich dann mal im Netz auf einen foodblog gestoßen, auf dem ein Rezept und eine Vorgehensweise beschrieben wurde, die wohl immer funktioniert. Ich hab es mir aber nirgends gespeichert und auch nie nachgebacken.
In Erlangen gibt es einen süßen kleinen Laden, die viele verschiedene Macarons anbieten, ich hab mir zweimal bisher welche gegönnt.

Vor Weihnachten bin ich beim Shoppen im Netz auf ein Buch gestoßen, zufällig, das durchweg 5 Sterne Bewertungen erhalten hatte. Ich habe es mir gleich in den Warenkorb gelegt und selber geschenkt. Macarons für Anfänger von Aurélie Bastian.

Ich war schon begeistert als es ankam: allein das Bild vom Cover und der Griff vom Cover, es ist so weich, einfach schön zu streicheln. Und zufällig stellte sich heraus, dass die Autorin dieses tollen Buches die Blogschreiberin ist, bei der es das Rezept gab.
Ich suche mir zwar viele Rezepte im Netz, aber viel lieber halte ich schön bebilderte Zeitschriften oder Kochbücher in den Händen.

Und nachdem bei uns in Bayern heute Feiertag ist, und wir somit ein langes Wochenende geniessen dürfen, habe ich Zutaten gekauft, damit das Buch nicht, wie so viele andere in meiner Sammlung, sehr lange unbenutzt im Regal stehen.

Wie kann es anders sein, habe ich mich für die Karamell-Macarons entschieden. Zusätzlich wollte ich noch welche mit Vanillegeschmack machen, aber in pink gefärbt, erstens weil mir diese Farbe gefällt und zweitens um zu testen, wie die Lebensmittelfarbpasten (ich hab sie bei meincupcake gekauft, zB diese Farbe hier, die habe ich auch schon getestet (siehe Bild unten) funktionieren. Flüssige Farben funktionieren nicht, also falls Ihr Euch Zutaten kauft, keine flüssigen Farben nehmen! Es gibt auch natürliches Farbpulver, das habe ich aber noch nicht ausprobiert, sondern bisher nur verschenkt, zusammen mit diesem Buch.

Da aus dem Rezept nicht hervorging, ob es sich nur im gemahlene Mandeln handelt oder zusätzlich auch blanchierte, habe ich vorsichtshalber beide gekauft, benutzt habe ich zunächst aber nur die nicht-blanchierten, weil ich sehen wollte, wie die Macarons aussehen werden, wenn man noch die kleinen dunklen Schalenstückchen in der Mischung sieht.

Was soll ich sagen: für ungeduldige ist das ganze Prozedere mit dem Sieben der Mandel-Puderzuckmischung ja nichts, ich bin ewig gestanden, nach der halben Menge hatte ich keine Lust mehr (auch wenn im Buch eindeutig steht, dass das Sieben der Mischung ein wichtiges Kriterium für das Gelingen der Macarons ist).
Ich war also nur mit halber Liebe bei der Sache.

Mit Spritzbeutel arbeiten ist ein wahrer Graus für mich, vermutlich werden die Fotos in den Backbüchern immer nachträglich bearbeitet, oder? Beim mir klebt mehr Masse an den Fingern und am oberen Rand des Beutels, als im Beutel selber. Obwohl ich mir einen Plastikständer zugelegt habe, damit ich den Beutel aufstellen kann.

Laut Rezept sollten es ca. 20 Macarons werden, bei mir ergab die Schalenmenge nur 22, sprich 11 Macarons. Vielleicht hab ich sie auch ein wenig zu groß gespritzt.

Die erste Ladung hat Risse bekommen und keine Füsse, ich hab zu spät bemerkt, dass ich vergaß, die Hitze am Ofen zu reduzieren.


Bei der zweiten Portion habe ich gar nicht erst angefangen, das Mandel-Puderzucker-Gemisch zu sieben, aber "kleingehackt" habe ich es schon mit meinem Kennwood Stabmixer. Zum Einfärben habe ich Karamellfarbe genommen.


Ganz aufgeregt stand ich vor dem Ofen und habe mich gefreut wie ein kleines Kind, als ich sah, dass sie Füsse bekamen! So genial! Und obwohl ich so ganz unlieb gar nicht gesiebt habe.

Bei der Karamellfüllung war ich irgendwie auch wieder zu ungeduldig bei der Sache, ich hab die Butter zu früh zum Zucker, er war noch gar nicht richtig schön goldbraun (viellleicht bin ich ein gebranntes Kind und wollte den Zucker nicht anbrennen lassen, das passiert mir nämlich gerne mal).
Da ich nicht so recht wusste, wie die Creme in der Pfanne aussehen sollte, habe ich länger als 3 Minuten gerührt, und siehe da, sie wurde schön cremig fest.

Auch die zweite Ladung ergab bei mir keine 20 Macarons.
Das Gute daran ist ja, dass man dann Füllung über hat, die man direkt vernaschen kann; die andere Füllung war Ganasche mit weisser Lindt Schokolade; beide sehr lecker, meine Hüften werden sich nicht darüber freuen...



Fazit: die Macarons sind sehr lecker geworden, es werden nicht die letzten gewesen sein und ich hab einen neuen tollen foodblog für mich entdeckt! Danke Aurélie Bastian für diese Bereicherung in meiner Küche!

Verpackt habe ich sie nur für die Fotos, da gibt mehr her ;-)
aber das einzelne Macaron mit dem Aufkleber "You make me happy" habe ich gleich meinem Mann geschenkt, so als kleinen Dank für seine Mühen für mich ;-)!
Die Verpackung ist natürlich von meiner Lieblingsverpackerin Anna von Casa di Falcone

Danke Aufkleber
"You make" Aufkleber
Cellophantüten

Kommentare:

  1. Liebe Sabine,
    herzlichen Dank, für deine Tipps, ich werde mich in diesem Jahr wohl auch endlich mal ran wagen ;o), deine sehen klasse aus! Ganz viele, liebe Grüße,Petra

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    1. Liebe Petra, das Buch ist wirklich empfehlenswert, es gibt auch ein Einsteigerset von Aurélie, das scheint auch super zu sein: http://www.aureliebastian.de/epages/63962294.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/63962294/Products/1002/SubProducts/1002-0001

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