30. Juni 2016

Neu im Shop: metallisierte Endloßzipper mit silber, kupfer und gold

Ich bin ja total verknallt in meine neue Anschaffung: super coole, schicke, 32mm breite metallisierte Endloßreissverschlüsse in 3 tollen Farben mit 3 unterschiedlichen Metallketten und Schiebern ;-): mit silber, mit gold und mit einem schönen hellen Kupfer, das rosegold sehr ähnlich ist.

Die Kette ist 6.5mm breit so dass diese besonders wirkungsvoll an deinen genähten Werken zur Geltung kommt. Für Taschen, Täschchen, als umlaufende Reißverschlüsse an Geldbeuteln: sie sind vielseitig einsetzbar.

Die Schieber hängen in geschlossenem Zustand nach unten, was ich besonders schön finde und an der Öffnung lassen sich sehr gut auch kleine Anhänger befestigen.



Ich biete sie nicht nur für Endverbraucher in meinem Dawamda-Shop an sondern beliefere auch Händler oder gewerbliche Nutzer der Endloßreissverschlüsse.
Bei Interesse schick mir doch gern eine e-mail an hello(at)im-sew-happy(.)de, dann schicke ich dir meine Händlerkonditionen zu.


Hast du schon Projekte im Auge, für die du solch einen metallisierten Endloßreissverschluss einsetzen magst? Ich bin gespannt ;-).



15. Juni 2016

Tutorial: Magnetische Tafel selbermachen

Nachdem mein Nähzimmer recht klein und ziemlich voll ist, muss ich irgendwie immer gucken, wie ich meine Geräte und so anordne, so dass ich gut arbeiten kann.
Einen Teil meiner Nähmaschinen muss ich im Stehen bedienen. Auf meiner Kommode zwischen den Maschinen liegt Zubehör und Co herum und das nervt beim Nähen ungemein weil es herunter fällt oder man daran hängen bleibt.
Anfang des Jahres hatte ich dann die Idee, ich müsste mir hinter den Maschinen irgendein Wandboard hinhängen, an dem ich die verschiedensten Dinge unterbringen kann.
Beim Überlegen kam mir in den Sinn, ich könnte mir eine farbige magnetische Tafel machen, so dass ich diese Wand auch noch vielfältig einsetzen kann.
Also hab ich ein bisschen geg**gelt und bin auf die Seite tafelfarben.de gestoßen.

Als ich so am Stöbern war habe ich beschlossen, dass ich mir auch noch eine Wand für meine Büroecke mache, an der ich meine Ideen und To-Dos notieren bzw. ranpinnen kann, denn wenn man Ideen hat und sie in einer Ablage stapelt, in der man sie nicht sieht, so vergisst man sie und hat sie auch nicht immer vor Augen.

Ich dachte ernsthaft, ich kauf mir ein Brett, Magnetfarbe und Tafelfarbe und dann leg ich los.
Ganz so einfach war es nicht, aber Dank der Beratung des netten Teams bin ich gut zurecht gekommen.
Zwar recht aufwendig und man sollte einige Dinge beachten, aber ich finde, die Mühe hat sich gelohnt.
Nun ist erst einmal die lose Magnettafel für meine Büroecke fertig geworden.

Ich hab mir eine 50cm breite, 2m lange und 18mm starke Leimholzplatte im Baumarkt geholt und diese bearbeitet. Zu jedem Medium, das man für die magnetische Tafel braucht, liegt eine genaue Anweisung bei, es gibt einen livechat im shop und auch die telefonische Beratung ist super.

Falls Ihr mir bei instagran folgt habt Ihr in den letzten Tagen schon meine WIP-Bilder gesehen. Wenn Ihr Lust habt, dann macht Euch doch auch eine magnetische Tafel, vielleicht hab ich Euch ja dazu inspiriert? Dies ist kein "richtiges" Tutorial denn alles steht haargenau in den Materialbeschreibungen dabei, aber ich hab es Euch mal zusammengeschrieben und verschiedene Zwischenschritte fototechnisch dokumentiert.

Benötigte Materialien:
- Untergrund: in meinem Fall Leimholzplatte 50cm x 2m x 18mm
- Grundierung Multigrund
- magnet Eisenfarbe, Haltbarkeit ca. 3 Monate
- Tafelfarbe, es gibt echt viele coole Farben, meine Wand ist lagunengrün geworden (Haltbarkeit ca. 6 Monate)
- Pinsel zum Auftragen der Grundierung (muss für Kunstharze geeignet sein) und Nitroverdünnung zur Pinselreinigung
- Malerset-Velour zum Aufbringen der Eisenfarbe und der Tafelfarbe (beide können mit Wasser aus dem Werkzeug ausgewaschen werden.
- Kreide und Tafellappen oder Schwamm
- Zeit und Geduld :-)

Alle Materialien sollten ca. zwischen 10° und 30° Grad verarbeitet werden.
Die benötigten Mengen stehen in der Artikelbeschreibung, Ihr werdet aber auch individuell beraten.
Die Dame am Telefon sagte mir kürzlich, dass es die Eisenfarbe zur Zeit nur in 1L und 5L Abfüllung gibt, ich habe also 1L für 1qm komplett aufgebraucht braucht, obwohl ich eigentlich nur 800ml benötigt hätte, aber je mehr man benutzt desto stärker wird die Magnetkraft, und da ich nicht extra unbedingt Neodym-Magnete benutzen wollte dachte ich mir, verbrauch ich sie nun auf. So muss ich sie nicht lagern und bangen, dass sie später nicht mehr nutzbar ist.

1. Den Untergrund grundieren. Multigrund ist recht zäh und lässt sich nicht so gut verstreichen, aber wenn man die Farbe rollen mag braucht man eine Verdünnung und die hatte ich nicht. Man braucht zwei Anstriche, die Trocknungszeit dazwischen sollte 4 Stunden betragen. Auch die Rückseite sollte behandelt werden, so dass sich der Untergrund nicht verzieht, das habe ich allerdings auch erst irgendwie im Nachhinein gelesen und nicht gemacht. Mein Brett hat sich leicht gewölbt aber da es nur an der Wand lehnen wird ist es nicht schlimm. Bevor ich meine zweite Tafel mache muss ich dann wohl nochmal anrufen, weil ich nicht sicher bin, wie viel Farbe man benötigt.

2. Die Eisenfarbe in Schichten auftragen, pro Arbeitsgang können ca. 200ml verarbeitet werden. Die erste Schicht ließ sich am besten aufrollen, alle weiteren waren etwas schwieriger. Wenn man die Eisenfarbe mit Tafelfarbe überdeckt benötigt man 4-5 Schichten. Die Trocknungszeit zwischen jeder Schicht beträgt 4 Stunden und man sollte danach mit einem Schleifpapier in Körnung 80 die Oberfläche leicht anschleifen so dass diese glatter wird. Mir ist es nicht ganz gelungen aber ich mag die leicht unebene Struktur sehr. Sie beeinträchtigt weder die Magnethaftung noch das spätere Schreiben mit Kreide. Was ich ebenfalls erst am Telefon erfahren habe, als ich schon mitten drin war ist, dass man die Eisenfarbe auch mit einer Spachtel aufbringen kann. Auf diese Weise bekommt man nämlich mehr Farbe in einem Arbeitsgang aufgebracht und somit verkürzen sich die Wartezeiten und Arbeitsgänge und es geht wesentlich schneller ;-). Ihr wisst das also jetzt schon ;-).
Wenn Ihr Eisenfarbe übrig habt und diese für spätere Zwecke aufheben möchtet solltet Ihr unbedingt den Dosenrand nach jedem Arbeitsgang von der restlichen Farbe befreien bzw. abwischen, so dass Ihr den Deckel wieder dicht verschließen könnt.
Nach der letzten Schicht muss das ganze 72 Stunden aushärten, das habe ich eben erst gelesen, als ich die Farbe für das posting verlinkt habe, das hab ich so nicht beachtet weil ich es auf dem Merkblatt wohl überlesen habe, die Wand funktioniert dennoch, puh, Glück gehabt :-). Da ich die schmalen Kanten des Bretts nicht magnetisch brauche habe ich diese nur 2 mal bearbeitet, so dass ich wenigstens einen einheitlichen Look habe.

3. Nun wird in 2 weiteren Arbeitsgänge die Tafelfarbe aufgebracht. Ich hab eine neue Velourrolle dafür genommen. Beim ersten Schritt war ich etwas knausrig weil ich nicht gleich zu viel Farbe nehmen wollte. Da tat ich mich etwas schwer, die Farbe auf den rauen Untergrund aufzubringen.

Aber beim zweiten Mal ging es besser und wurde super abgedeckt. Die Trocknungszeit zwischen den beiden Schritten beträgt diesmal nur eine Stunde. Danach muss die Farbe wieder 72 Stunden aushärten.

4. Zum Schluss wird noch Kreide auf die Tafelfarbe aufgerieben und mit einem nassen Schwamm oder Tafellappen abgewischt, so dass die Tafel später besser gereinigt werden kann. Ich habe zwei Kreiden dafür benötigt.

Ich hab sie noch mit Wandhaken von IBLaursen gepimpt (die mintfarbenen hab ich wohl alle weggekauft...), um Sachen daran zu befestigen, die man nicht mit Kreide aufschreiben oder mit einem Magneten anbringen kann. Die Farbe der Haken passt ja erstaunlich perfekt zu der Tafelfarbe... :-)

Seht Ihr die kleinen dunklen Flecken links und rechts oben neben den Ecken? Beim an-die-Wand-lehnen hat sich die Eisenfarbe, die auf die Rückseite gelaufen ist, an der Wand abgerieben, Das hätte ich nicht erwartet weil das Brett ja schon einige Tage trocken war. Ich würde Euch deshalb dringend empfehlen, die Farbrückstände auf der Rückseite abzuschleifen, falls Ihr auch so eine mobile Wandtafel macht und keine Flecken an der Wand haben möchtet.

Fazit:
Man braucht etwas Zeit und Geduld und die richtige Witterung. In der Wohnung würde ich nicht streichen wollen, weil man vielleicht etwas kleckert und die Farbe ja auch etwas riecht, nicht so streng, aber das fällt einem innen sicherlich mehr auf als draussen.
Ich mag die leicht unebene Oberfläche, auch wenn ich sie mir zuerst anders vorgestellt hab. Mit einem Spatel wird das vielleicht glatter. Als schwierig erweist sich nun jedoch, die Kreide wieder aus den kleinen Vertiefungen herauszubekommen...

Es ist ein nicht ganz günstiges Vorhaben aber das Selbermachen macht schon echt ein bisschen glücklich und stolz. Und es hat nicht jeder so eine Tafel. Da es so viele tolle Farben gibt kann man sich fast nicht entscheiden :-).
Ich freue mich schon auf die zweite Wand, die wird etwas kürzer so dass es vielleicht auch schneller geht :-).
Der Service der Firma Laussini ist echt super, Ihr könnt einfach mal stöbern und wenn Ihr Euch entschieden habt, aus welchem Material und in welcher Größer Ihr die Tafel machen möchtet dann ruft dort einfach mal an und lasst Euch beraten.
Viel Spaß beim Nachmachen, bin gespannt, wie Eure Tafeln aussehen werden und welche Farben Ihre benutzt.