28. Februar 2017

Individuelle Bügelbilder aus eigenen Zeichnungen erstellen mit Laserdrucker und Transferpresse bzw ein 1-Min-Ananas-Doodle mit Potential


Als ich Ende Januar mir miri d. auf der Creative World in Frankfurt war, fragte sie mich, ob mich white toner interessieren würde. Noch nie zuvor davon gehört, aber klar interessierte mich das.
Wir kamen auf dem Stand so ins Gespräch und ich hab glaub ich von Nähen und Textildesign erzählt. Als wir so am gehen war fragten mich die Jungs von Ghost White Toner, ob ich eine Textilpresse habe. Haken dran, hab ich, Sie haben mir dann einen flyer von Ihrer Folie mitgegeben. Meine erste Frage war, wie hoch denn die Abnahmemenge sei, 25 Stück, das geht ja.
Hochmotiviert hab ich zu Hause gleich mal geschaut, ob sie für meinen Laserdrucker auch einen weissen Toner anbieten, aber leider gab es ihn nicht und es ist auch keiner dafür in der Planung.
Zu meinem Glück hab ich einen Abnehmer für meinen aktuellen Drucker gefunden - ich bin im Alltag super zufrieden - aber wenn es keinen weissen Toner gibt? Boah, ich bin ja immer so ungeduldig.
Mein Mann musste dann gleich für mich ein passendes Modell heraus suchen, so dass ich mit einem weissen Toner drucken kann. Seine Kommentare dazu erspare ich Euch jetzt ;-).

Zurück zum eigentlichen Thema:
Also ich hab dann so auf der Seite von Ghost White Toner gesurft und gesehen, dass sie auch gold und silber Folie haben. Ich steh ja eh so auf Glitzerakzente im Moment. Hab dann gleich mal nach Kupfer gefragt, aber auch das ist im Moment nicht geplant, ich soll einfach wieder nachfragen. DAS müsst Ihr mir nicht zweimal sagen...

Zum Ausprobieren habe ich mir die transparente und die metallic gold Folie geholt, dazu braucht Ihr noch das B-Papier, und bin nach dem Tutorial vorgegangen, das Ihr hier auf der support Seite findet.
Ich hab mich erst etwas dumm angestellt, obwohl die Bilder eigentlich klar sind.
Also gedruckt wird spiegelverkehrt auf die matte Seite der Folie, das hab ich verstanden. Auch, dass man das Papier und die Folie zwei Minuten in der Presse zusammen verklebt. Aber als ich die beiden Lagen getrennt hab war ich verwirrt, denn die Farbe blieb auf dem Papier und dann hat das Motiv nicht auf dem Stoff gehalten. Hatte ne Weile gedauert bis es gedämmert hat...
Die FOLIE ist das Trägermaterial, das Papier der Kleber. Logisch, es wird ja spiegelverkehrt auf die Folie gedruckt. Hirn war abgeschalten in dem Moment... Aber egal, aus Fehlern lernt man uns so braucht Ihr sie schon nicht mehr machen, ich hab sie schon für Euch gemacht ;-).

Ihr müsst unbedingt - wie auch in der Anleitung von Ghost-White-Toner, sofort die beiden Lagen auf der warmen Presse voneinander trennen, sonst kühlen diese zu schnell aus und die Farbe bleibt auf dem Papier haften und ihr habt einmal Folie und einmal Papier versaut.
Dann Eure Motiv ausschneiden, mit der bedruckten Seite nach unten auf den Stoff legen und 30 sec. bei 160° anpressen. Auskühlen lassen und die Trägerfolie abziehen.
Danach nochmal nachpressen, entweder unter diesem Papier oder Backpapier geht auch, so dass der Aufdruck waschbeständig ist. Falls Ihr das Motiv auf ein Teil pressen möchtet, dass Ihr selber näht, zB eine Tasche oder ein Täschchen, dann könnt ihr, während Ihr nachpresst, gleich die Klebeeinlage auf der Rückseite mit anbringen, so habt ihr das in einem Arbeitsgang gemacht. Gleichzeitig mit dem Bild aufpressen wird es vermutlich zu lange sein, ich habe aber noch nie probiert, eine Einlage 30 sec. aufzupressen, vielleicht hält sie das ja auch aus.


Als Test der Goldfolie wollte ich meine gedoodelte Ananas verwenden. Diese habe ich neulich in meinem Skizzenbuch "gefunden", das bei uns im kleinen Bad auf dem Fensterbrett liegt.... Als ich sie schnell hingekritzelt hab war mir noch nicht bewusst, welches Potential in ihr steckt.
Ich mag ja diese Bleistiftzeichnungen sehr und man kann sie gut mit live trace in adobe illustrator als Vektor umwandeln und dann das Motiv drucken. Wie Ihr das macht könnt Ihr in diesem Video anschauen. (so ab Minute 3:30). Auf die metallische Folie druckt Ihr am besten mit schwarz, man sieht es später nicht mehr, das konnte ich schon für Euch herausfinden).
Noch ein Tipp zum Ausdrucken:
Nehmt das Papier aus Eurer Kassette und legt nur die Folie ein, denn bei mir haben sich beide Lagen statisch aufgeladen und mein Ausdruck kam dann auf das Druckerpapier und nicht auf die Folie. Wenn Ihr die Folie einlegt und nur eine Seite drucken möchtet, guckt vorher, ob Ihr auch nur eine Seite erwischt habt, bei mir klebten zwei Goldfolien zusammen und was ist wohl passiert? Genau, ich hab ne Rechnung ausgedruckt und die kam dann auf der nicht so ganz günstigen Goldfolie raus *schnüff*; aber ich hab sie für meine kleinen Ananas einfach nochmal in den Drucker geschoben und eben nur die Motive benutzt, die ok waren.

Was Ihr bedenken/beachten solltet:überall dort, wo auf die Folie gedruckt wird, wird auch Kleber übertragen, das heisst, wenn Ihr ein Bild von Euch einscannt, dann werden auch die weissen Hintergrundflächen mitgedruckt, falls welche drin sind. Diese müssen unbedingt aus der Datei gelöscht werden. Denn sonst könntet ihr gleich die bisher üblichen Transferfolien benutzen.

Wenn Ihr Euer Motiv ausschneidet auch unbedingt darauf achten, dass die Trägerfolie um Euer Motiv herum keine Papierrückstände enthält, denn die werden dann mitgedruckt, siehe unten (auch diesen Fehler hab ich jetzt schon für Euch gemacht und Ihr braucht ihn schon nicht nachmachen).


Endlich wollte ich mal eine Mini Wallaby von ambazamba nähen. Den Schnitt bekommt ihr bei farbenmix.
Als Jana letzten Herbst die kleine Variante herausgebracht hat, hab ich spontan zum Probenähen zugesagt. Aber dann kam das Leben 1.0 dazwischen und ich wurde krank.
Im Nachhinein bin ich froh, dass ich jetzt erst zum Nähen gekommen bin, denn sonst hätte ich jetzt nicht so ne schnicke upcycling Jeansgürteltasche mit Goldananas Druck drauf.
Die Ananas Bügelbilder hatte ich einfach in irgendwelchen Größen auf die Folie gedruckt, ohne mir vorher Gedanken zu machen, wo ich sie drauf machen will, drum ist sie jetzt unten angeschnitten, aber das macht nix, ich finde es interessant. Was ich auch cool finde, das Schnitteil war zu breit für ein Hosenbein drum ist jetzt die Außenbeinnaht der Jeans mit drauf, die lockert das Ganze etwas auf! Die Ananas auf dem Notizheft ist eine andere Technik, die zeig ich Euch in einem anderen Beitrag.


Dann dachte ich mir so, ich setze mal ein paar kleine Glitzerakzente und hab eine DIN A4 Folie voll ausgenutzt und lauter kleine Ananas drauf gedruckt, die ich dann später manuell randomly nach Laune auf meinem zugeschnittenen Stoffstück platziert hab, als AOP all over print sozusagen. Das fertige Täschchen zeig ich Euch dann am Donnerstag, stay tuned, es ist echt der Knaller :-)!

Ich finde diese Folie total klasse. Diese eröffnet ganz neue Möglichkeiten der Textilveredlung.
Die Folie liegt auf dem Textil auf und ist leicht erhaben. Man muss nicht wie bei klassischem Siebdruck erst einen Film drucken und sein Sieb belichten sondern kann einfach schnöde mit einem Lasedrucker direkt auf die Folie drucken. Und man braucht nicht die ganzen Farben und Siebreiniger und co. Laserdrucker sind ja fast schon Standard. Falls du noch keinen hast und nun Blut geleckt hast ;-), dann schau dir mal hier bei Ghost White Toner an, für welche Geräte es schon den weissen Toner gibt, vielleicht interessiert dich das ja auch, nicht nur für Textil sondern auch auf Papier macht das einiges her.
Mein Mann hat mir diesen Canon I-Sensys Laserdrucker empfohlen. Noch muss ich mich an ihn gewöhnen, er "redet" so komisch mit mir und ich steh manchmal vor ihm und verstehe nicht, was er von mir möchte.... Im Nachhinein wäre ein anderer Drucker besser gewesen, denn er kann nicht genug Pixel drucken :-(. Es gibt zwar den weissen Toner aber für die Bügelbilder, wie Ihr sie auf den Bildern seht ist er meiner Meinung nach leider nicht geeignet. Ich hab dafür noch meinen alten Drucker benutzt, das war der Brother DCP-9022CDW. Ich muss noch ein bisschen rumspielen.
Leider habe ich den Canon zu voreilig gekauft denn mein Mann hatte das mit der Druckauflösung schon gelesen und wollte eigentlich noch nach einem anderen Modell schauen.

Es gibt auch gegenüber Plotterfolien meiner Meinung nach vier entscheidende Vorteile:
1. man muss nicht entgittern (was bei manchen Motiven echt mühsam sein kann
2. man kann sich farbtechnisch voll austoben, und zB Aquarell- oder Buntstiftzeichnung einscannen. Alle Farben werden einfach gedruckt und man kann sehr reale Ergebnisse erzielen.
3. Texte werden einfach gedruckt, wenn man Texte plotten möchte muss man diese erst noch zu einem einzigen Vektor verbinden, so dass die Buchstaben auch wirklich zusammen hängen und nicht einzeln geschnitten werden.
4. es sind viel filigranere Motive möglich, denn feine Linien oder kleine Flächen reißen ja bei einer Flex- oder Flockfolie leicht mal ein, wenn man das nicht benötigte Material um das geplottete Motiv herum aus versehen mal zu harsch vom Trägermaterial abzieht oder der Plotter mal an einer Stelle nicht tief genug geschnitten hat.

Das ist wirklich eine tolle Möglichkeit, eure genähten Werke mit Individuellen Bügelbildern aufzuhübschen. Um die Foliengröße auszunutzen platiert einfach mehrere Motive in die Datei so dass ihr keinen Verlust habt. Ihr könnt die Motive auch eine Weile lagern und müsst sie nicht gleich weiterverarbeiten. Vielleicht kennt Ihr ja jemanden, der keinen Laserducker oder kein Grafikprogramm hat (bzw wohl eher die :-)) und möchtet ein paar Bildchen weiterverschenken?

Mir fallen noch ganz viele tolle Ideen ein, die man damit umsetzen kann. Weitere Muster zum Download für Euch sind schon in Arbeit.
Und wenn wir jetzt alle ganz laut nach KUPFER KUPFER KUPFER schreien, oder besser noch nach ROSEGOLD ROSEGOLD ROSEGOLD und vielleicht auch noch türkis oder Mint oder oder oder, vielleicht erhören Samir und David ja unsere Wünsche und nehmen bald noch mehr Metallicfarben in Ihr Sortiment auf.... :-). Vielleicht sollte ich einfach mal ein paar Muster meiner metallisierten Endloßreissverschlüssen hinschicken, damit sie ie Folienfarben anbstimmen können LOL
Es gibt schon ein paar mehr, auch Neon und andere farbige Folien als Set, siehe hier. Diese habe ich aber noch nicht ausprobiert.

Natürlich habe ich probiert, so ein Bügelbild auf reLeda aufzubringen, aber bevor die 30 sec, um waren hab ich es aus der Presse genommen weil es schon zu stinken angefangen hat.

Es gibt noch eine weitere Folie für andere Medien wie Holz. Glas, usw.... wie sehr brennt es mir in den Fingern, aber Ihr kennt das ja sicherlich: "Am Ende der Zeit sind immer noch so viele Ideen übrig!"

Bei Fragen stehen Samir und David aber zur Verfügung. Ich wurde per mail gut beraten!

Kennt Ihr diese Folie vielleicht schon und habt auch schöne Sachen damit verziert? Ich bin gespannt.
Habt Ihr Motivwünsche, die ich Eich zeichnen könnte? Dann schickt mir am besten gleich auch ein wenig Zeit für die Umsetzung mit....!

PS: falls sich nun jemand fragt, warum ich den Post nicht als Werbung gekennzeichnet hab, dann sei gesagt: ich habe mir alle Materialien selbst gekauft und blogge darüber, weil ich total begeistert bin und meine Begeisterung gern mit Euch teilen würde!

PPS: Das Ananasmotive habe ich für Euch bei makerist eingestellt, Ihr dürft diese gerne gewerblich nutzen und Eure genähten Werke damit verzieren. Solltet Ihr darüber bei instagram posten makeriert mich doch gern mit @im_sew_happy und benutzt den hashtag #imsewhappy so dass ich Eure Werke auch sehe.

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27. Februar 2017

#naehdirwas: punkt, punkt, komma, strich


Seit ich Lisa von meinfeenstaub auf der Creative World Ende Januar in Frankfurt kennengelernt habe, gucke ich regelmäßig bei ihr im Blog vorbei. Ich finde sie total sympatisch, mag ihren Stil und sie teilt jede Menge Tipps und Tricks und DIY Ideen auf Ihrem Blog. Komisch, dass ich sie vorher noch nicht kannte, zumindest virtuell ;-).

Nun denn, also ich bin Fan von Lisa geworden und hab von Ihrer #naehdirwas Linkparty gelesen. Da ich mir eh zu wenig nähe und ich mittlerweile so viele Stifte besitze, wollte ich auch dabei sein und hab mir einen gepunkteten Stoff aus dem Regal gefischt.
Das Täschchen hab ich gepimpt mit einer goldenen Ananas und einem metallisierten Endloßreissverschluss. Den zipper bekommst du in meinem dawanda shop (da gibt es noch 8 weitere Farbkombis), der Schnitt ist Marke Eigenbau und wie ich die Ananas da drauf bekommen hab, das zeig ich dir Morgen ;-).


Den Stoff habe ich selbst entworfen und mal bei spoonflower drucken lassen, das uni Unterteil ist aus snappap, es war etwas störrisch. Das neue Snappap Plus wäre wohl im Nachhinein die bessere Alternative gewesen.
Ich hab es am Wochenende bekommen aber es schien mir zu weich, da es ganz neu auf dem Markt ist hab ich noch keine Erfahrung damit...


Puh, also gerade noch geschafft, mitzumachen.
Leider hatte mich in den letzten Tagen eine Grippe fest im Griff, so dass ich ausser Gefecht war.
Aber es hat ja noch geklappt.
Ich bin schon gespannt auf das nächste Motto für März.

Habt Ihr es schon vernäht, das neue snappap plus?
Näht Ihr Euch auch zu wenig und habt Lust, auf eine weitere Linkparty, mit Motto?
Hier bei Lisa könnt Ihr Euch zum newsletter anmelden, in dem Ihr das jeweilige Motto erfahrt.

Und wenn Ihr neugierig seid, wie die Ananas da wohl drauf gekommen ist,
dann schaut morgen Abend hier nochmal vorbei ;-).

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naehdirwas

21. Februar 2017

Schablonieren auf Textilien und Papier: passende Schablonen selber machen und experimentieren mit verschiedenen Farben


In letzter Zeit beschäftige ich mich ausgiebig mit Textilveredelung und Bedrucken.
Einerseits liegt es vielleicht daran, dass ich mich hauptberuflich um Grafik T-Shirts kümmere, und täglich damit zu tun habe - da kommt man schon mal auf den Geschmack :-) - und andererseits auch daran, dass ich mich ein bisschen an den ganz bunten Stoffen satt gesehen habe und lieber ein paar kleine Akzente setze.

Letztes Jahr bin ich über christinaa auf Foliendruck gestoßen und hab diesbezüglich viel im Netz gelesen und Ideen gefunden.



Was ich schön finde daran ist, dass man diese Drucktechnik nicht zwingend mit Siebdruck umsetzen muss sondern auch schablonieren kann.


Auf diesem Bild kannst du gut erkennen, wie unterschiedlich das Ergebnis aussehen kann: es ist immer die gleiche Schablone und immer habe ich den Kleber aufgetupft.
Man kann den Kleber auf Stoff auftupfen und erhält somit unregelmäßige Effekte. Jeder "Druck" sieht anders aus.
Man muss vorsichtig tupfen und nicht wie wild den Pinsel mit Kleber über die Schablone und denn Stoff streifen, da es sonst patzig wird. Jemand, der sehr perfektionistisch veranlagt ist sollte lieber nicht mit Folienkleber schablonieren, es könnte frustierend sein... Mir gefällt der unperfekte Look!

Ich habe mich auf die Suche nach geeigneten Mustern bzw. Schablonen, und Mustern die mir gefallen, begeben, aber ich wurde nicht so recht fündig.
Da hatte ich die Idee, ich könnte mir mit meinem Plotter ja eigene Schablonen plotten.
Und so habe ich dann nach Schablonenfolie gesucht und auch eine gefunden: die Mylar-Folie.


Mit dem Cameo Schneidplotter und den Einstellungen "Schablonenmaterial" und Messertiefe 3 klappt das wunderbar. Das Schablonenmaterial hab ich auf die Schneidematte aufgelegt und dann geplottet.
Man muss es allerdings sehr vorsichtig abziehen, da dünne Schablonenteile, die zur Schablone und nicht zum Verschnitt gehören, leicht reißen können.

Da die Schablonen beidseitig genutzt werden können, muss man die Plotterdatei nicht unbedingt vorher spiegeln. Positiv ist auch, dass man, wenn man unsymmetrische Motive hat, beide Richtungen verwenden kann. Bei Texten nicht unbedingt hilfreich, aber wer weiss, vielleicht möchtest du ja auch mal rückwärts drucken ;-)...


Die Transferfolie in silber und gold, den passenden Kleber und den Siebreiniger für Plastisolfarben (in unserem Fall zum Reinigen des Pinsels und der Schablone) bekommt Ihr im Siebdruckland. Den Folienkleber scheint es nicht mehr zu geben, schade eigentlich...
Christinaa hat diesen Kleber hier benutzt, ich habe damit keine Erfahrung.

Nun war ich ja Ende Januar auf der Creative World in Frankfurt (meinen Messebericht findest du hier) und habe viele (für mich) neue Produkte entdeckt und auch einige Ideen mitgebracht.





Sehr interessant finde ich ja die Reliefpapierpaste von Viva Decor.
Man kann sie sogar noch übermalen, das hab ich aber noch nicht probiert.
Ich hab "gepatzt", brauch wohl noch ein wenig Übung beim Abziehen der Schablone (siehe unten auf dem Bild rechts auf dem grauen Notizbuch)
Der weisse 3D Effekt auf der Naturpapierkarte gefällt mir sehr gut. So simpel und minimalistisch.

Ihr könnt das Motiv auch ganz schnöde mit einem Edding ausmalen, so wie ich es hier beim naturbraunen Notizbuch gemacht hab ;-).



Für die Hüllen aus reLeda hab ich verschiedene Farben benutzt, unter anderem Textilfarbe colour up in gold von Stoff und Stil, Textilfarbe screenprint in kiwi von Stoff und Stil und Inka Textil in platin von Viva Decor.

Du kannst dir die Datei auch klein als png ausdrucken und einen Stempel daraus schnitzen.
Wie man das macht kannst du zB hier anschauen.

Die Plotterdatei für zwei verschiedene Ananas bekommst du bei makerist.

Hab ich dein Interesse geweckt, die Schablonentechnik aus auszuprobieren? Welches Medium würdest du gern testen? Und hast du Interesse an weiteren Motiven?

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14. Februar 2017

Neues e-book: Notizbuchhüllen aus reLeda im Hosentaschenformat und weiteren Größen

 Wie ich im letzten Post ja schon erwähnt hab, bin ich von reLeda, dem neuen Material von snaply, total angetan.

Auch das coole Taschenzubehör - besonders den Kugelverschlüssen - finde ich super vielseitig. Ich hab da noch so ein paar Ideen...


Aber erst mal wollte ich Euch meine Notizbuchhüllen im Jackentaschenvormat und DIN A5 un DIN A6 nicht vorenthalten.
Wie Ihr auf der mittleren großen braunen Hülle erkennen könnt, kann man das reLeda auch mit einem Lederstempel "gravieren". Ihr solltet unbedingt vorher prüfen, wie heiss der Brennstempel werden darf und wie lange und wie fest Ihr ihn eindrücken könnt. Sonst verkokelt das Material recht schnell.
Meinen Lederstempel hab ich bei graving machen lassen.


Da ich im Moment ja viel zeichne und kritzle und eigentlich immer Ideen im Kopf hab, da ich sofot notieren muss, damit ich sie nicht vergesse, kam ich auf die Idee, ich könnte ja Minihüllen nähen.
Früher als Jugendliche habe ich schon Notizhefte mit der Nähmaschine genäht und letztes Jahr bin ich bei greenfietsen über ihr Tutorial dazu gestoßen. Irgendwie kommt doch alles wieder.
In die kleinen länglichen Hüllen links im Bild passt ein Mini Notizheft in der Größe DIN A8.

Das macht voll süchtig, geht nämlich schnell und macht was her ;-)

Und man kann sie auch so schön aussen dekorieren, zum Beispiel mit hippen Ananas im Schablonendruck.


Ich finde besonders die Variante aus Filz gibt auch ein super Männergeschenk ab.
Zu meinem Glück fehlen jetzt nur noch Buchecken in kupfer, falls jemand weiss wo man schöne bekommt - immer her mit de Tipps ;-).
Praktischerweise ist der Stiftehalter gleich integriert. Ich habe mir vor einer Weile einen gekauft. Das war ein breites Gummiband, das man um ein Buch oder einen Notizblock ziehen kann, aber man muss ihn immer erst umständlich abziehen, wenn man sein Heft öffnen möchte. Diese Lösung finde ich schick und praktisch zugleich.

Wie immer bekommt Ihr bei makerist zwei Versionen dieses e-books, einmal für die gewerbliche Nutzung und einmal für die private Nutzung. Letztere gibt es für kurze Zeit sogar kostenlos für Euch!



Wie findet ihr sie?
Viel Spaß beim Nähen wünsch ich Euch!


verlinkt bei:
reLeda sew along
dienstagsdinge
HOT handmade on Tuesday
Taschen sew along 2017 Ordnungshelfer greenfietsen und 4freizeiten

PS: die Ananas hab ich tatsächlich nur fürs shooting gekauft, mein Mann hat erstaunt gefragt, für wen die denn sei :-)

11. Februar 2017

Spontaner sew-along: Zeig mir deine reLeda Produkte und gewinne ein Überraschungspaket mit Nähzubehör :-)


Vor einer kurzen Weile bin ich bei snaply durch Zufall auf reLeda gestoßen. 
Da ich immer gerne Porto spare und gucke, was ich so alles brauchen könnte, 
dachte ich mir, klingt interessant, nehm ich das halt mal mit und guck mir das an.... :-).
Es ist ein Materialmix aus recycelten Lederresten und Kautschuk. 
Ist weich aber stabil, lässt sich gut nähen und auch wieder glatt bügeln...

Ich finde es total klasse und hab noch einige Ideen, was ich daraus machen könnte.
Da ich neugierig bin, wie Ihr das Material findet und was Ihr daraus macht, dachte ich, mach ich doch spontan eine Linkparty. Hier könnt Ihr Eure Produkte verlinken, die schon zum Großteil aus reLeda bestehen sollten. So ne kleine Öse an einem hoody wäre ein bisschen spärlich ;-)....

Hast du das Material schon zu Hause und kannst gleich loslegen?
Oder kennst du es noch gar nicht, bist aber neugierig geworden?
Guck mal bei regenbogenbuntes, sie hat einen Testbericht verbloggt.

Eure spontane Teilnahme wird belohnt. Ich werde am Ende ein Überraschungspaket mit Nähzubehör schnüren, oder auch zwei, das entscheide ich dann spontan.

Sagt es ruhig auch an Freunde und Bekannte weiter, damit wir in den nächsten zwei Wochen eine schöne Sammlung an reLeda Ideen hier sehen.

Das Bild dürft Ihr gerne mitnehmen und zu diesem Blogbeitrag verlinken.

Ich freue mich auf viele tolle Beiträge!
Und jetzt ran an die Ideen!

Teilnahmebedingungen für das Gewinnspiel:
- Das Gewinnspiel findet ab sofort statt und endet am 25.2. um 23.55Uhr.
- Du bist wohnhaft in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz.
- Verlinke deinen Blogbeitrag und hinterlasse ein Kommentar zu diesem Posting.
- Ich entscheide, welche Idee/Ideen und Umsetzung mir persönlich am besten gefällt.
- Hinterlasse eine Kontaktmöglichkeit, anonyme Beiträge können nicht berücksichtigt werden.
- Das Gewinnspiel findet nur hier auf dem Blog statt.
- Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

5. Februar 2017

Creative World Frankfurt 2017: ein kurzer Rückblick

Alles fing damit an, dass ich vorletzte Woche spontan freigemacht habe, um Überstunden abzubauen. Ich hatte mir vorgenommen, total kreativ zu sein und viel zu erledigen. Die Jungs habe ich in den Kindergarten und die Krippe geschickt und mir eine schöne Woche gemacht.
Begonnen hat diese mit einem Besuch zum Bösner in Nürnberg. Ich glaub ich bin 2 Stunden durchgebummelt. Ein Paradies für Kreative. Dabei habe ich tolle und für mich neue Dinge entdeckt.
Bei Johanna Fritz habe ich dann Ihre Eventliste gelesen und überlegt, ob ich nicht zur Creative World nach Frankfurt fahren soll. Auf den letzten Drücker habe ich mich dafür entschieden und da ich aufgrund technischer Probleme so spät keine Fahrkarte kaufen konnte bin ich spontan mit dem Auto los.

Ich war mit miri d. verabredet. Sie ist Gott sei Dank sehr erfahren und ich bin ihr brav gefolgt. Tausend Dank dass du mich mitgenommen hast :-).
Warum musste ich so lange überlegen und warum war ich nicht längst schon mal da?
Der Termin 2018 ist schon in den Kalender eingetragen und ich hoffe dass ich dann 2 Tage hin kann, so dass ich in aller Ruhe durch die Messehallen schlendern, Eindrücke sammeln und Notizen machen kann.
Viele Fotos habe ich nicht gemacht, aber einige auf der Trendfläche möchte ich Euch gern zeigen.
Mir haben die vielen Muster am besten gefallen, egal auf welchem Material oder in welcher Form sie zu finden waren.


Geometrische Muster auf Kissen...


 ... und Vasen.


 Ton in Ton auf Papier gestickt, sieht das nicht edel aus?


Watercolour Muster, eh ein Thema, mit dem ich mich in letzter Zeit sehr viel beschäftigt habe.


Muster auf Papier gestempelt.


Weitere Muster auf Papier.


Und auf Stoff gedruckt.

Besonders beeindruckt hat mich die Produktvielfalt der Firma Viva Decor. Einige Farben hatte ich schon hier aber noch nicht ausprobiert. Der Stand war echt groß und ich habe viele Ideen bekommen.
Lustigerweise meinte eine andere Besucherin, dass sie für ihren ganzen Bastelkram eigentlich drei Häuser bräuchte. Beruhigend, dass es nicht nur mir so geht... ;-). Ich hab gleich online ein paar Produkte bei kunstpark gekauft, da gibt es eine recht große Auswahl. Leider sind noch nicht alle Messeneuheiten im Handel.

Von der Firma Tonic Studios (scrapbooking, Stempeln und Aufhübschen von Papierprodukten) hatte ich bisher nicht gehört. Da aber eine Dame eine paar Sachen vorgeführt hat und Miri kannte, haben wir ein bisschen geplaudert und ich hab mich umgeguckt und musste am Tag danach gleich ein bisschen shoppen gehen...  Wenn ich was daraus gemacht hab dann zeig ich es Euch.

Von Edding gibt es nun brush pens für Keramik, sehr cool! Miri hat sich einen Kaffeebecher behandlettered ;-), ich hab das ausgelassen und lieber Miri's Ergebnis bestaunt.
Wenn es mal Stifte in Gold und Kupfer gibt bin ich auch dabei, bis dahin muss ich noch üben! Ein passendes Büchlein haben wir dort bekommen! Danke dafür!

Von Chalk Ink Stempelkissen hatte ich bis dato auch noch nicht gehört, musste aber natürlich gleich welche haben, zB diese hier.

Bei einem kurzen Plausch unter Bloggern gegen die Mittagszeit habe ich total sympatische Damen kennengelernt ;-). Darunter Yvonne von mohntage und Lisa von meinfeenstaub, bei denen Ihr auch sehr schöne Messeberichte findet.

Nicht der Messebesuch an sich war teuer sondern das shoppen danach. Puh, wo nehm ich nur die Zeit jetzt her, um alle kreative Ideen umzusetzen? Dazu kommt, dass ich mir fest vorgenommen habe, meine Ideen hier mit Euch zu teilen und nicht nur bei instagram aktiv zu sein...

Wart Ihr auch auf der Messe? Was hat Euch am besten gefallen?

3. Februar 2017

Besser spät als nie....

In den letzten Monaten war es sehr sehr ruhig hier.
Das neue Jahr schreibt schon den Februar, es ist abends langsam wieder heller und auch die Temperaturen sind etwas wärmer geworden....
Die Zeit vergeht ganz schön schnell. Da ich arbeitstechnisch sehr eingespannt war hatte ich nicht recht die Muse, hier zu schreiben.
Eigentlich wollte ich Euch Mitte September mein aktuelles e-book für eine Kalenderhülle mit festintegrierter Mechanik passend für den Filofax Personal hier vorstellen aber es ist etwas unangenehmes dazwischen gekommen.
Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen aber totschweigen will ich es auch nicht.
Mir wurde vorgeworfen, ich hätte ein existierendes e-book kopiert und solle doch meins für die Kalenderhülle sofort vom Markt nehmen, da sonst rechtliche Schritte gegen mich eingeleitet werden würden. Ich habe darauf nicht direkt reagiert sondern sofort eine Anwältin eingeschalten.
Mir sollte erst einmal bewiesen werden, dass ich kopiert hätte. Bis heute habe ich nichts gehört und gehe also einfach davon aus, dass die Anklage im Sande verlaufen ist.
Leider unschön aber es gehört wohl zu der DIY Szene irgendwie dazu.

Nun ja, umso mehr freut es mich also dass ich Euch heute endlich mal das e-book zeige und die vielen tollen Beispiele meiner Probenäherinnen:


Jana von ambazamba hat snappap mit einem kokka canvas kombinuert; klick mal rüber auf Jana's blog, da gibt es noch mehr Bilder.


Petra von hope-design hat eine auffällige gelbe Hülle genäht


Julia von kreativ-jule hat kunstleder verwendet und hübsch bestickt


Miri von miri d. hat jeans upcycling betrieben. Auf ihrem blog findet ihr ein Plotterfreebie für Registerseiten. Danke dafür ;-).


Gabi von die kreativen Adern hat eine knallige Kunstlederhülle genäht.


Eva von Fräulein Blume hat sich eine romantische Hülle gemacht.


Und zu guter Letzt hier noch die Hülle von Bianca Farbenfroh, die einen Lila-Lotta-Stoff dafür vernäht hat.

Tausend Dank an Euch alle für die Mühe, das tolle feedback und die schönen Bilder und Modelle!


Ich habe verschiedene Materialien wie Stoff, Kork und Kunstleder vernäht. Es war das erste Mal, dass ich Kork unter der Maschine hatte. Nähen tut es sich gut, aber die Optik des Materials ist nicht meines. Was haltet Ihr von Kork? Hält der Hype noch an oder ist es schon wieder vorüber?.
Ich hab neulich etwas Neues entdeckt und wollte mal etwas daraus machen, was ich Euch dann gerne zeigen möchte.
Wie Ihr seht sieht die fertige Kalenderhülle mit der integrierten Mechanik je nach Material total unterschiedlich aus, es ist für jeden was dabei,
Übung solltest du haben, für Anfänger würde ich das e-book nicht empfehlen.
Leider gibt es auch eine nicht so tolle Nachricht: ich habe das ebook für verschieden breite Mechaniken inklusive Rückenschiene, die unsichtbar innen befestigt wird, konzipiert. Die breitere davon ist leider nicht mehr erhältlich, Alternativ gibt es eine Mechanik, die man durch alle Lagen mit Nieten befestigt. Ich hab noch nicht ausprobiert, wie anders die Vorgehensweise dann ist.

Ihr bekommt das ebook entweder in meinem dawanda-shop, bei alles für selbermacher oder auch bei makerist als gewerbliche und private Version. Viel Spaß beim Nähen und macht es Euch hübsch!

Ich hoffe wir lesen uns wieder öfter. Seit ich Ende Januar auf der Creative World in Frankfurt war habe ich mir jedenfalls vorgenommen, wieder öfter zu bloggen ;-).

Verlinkt beim Taschen Sew Along 2017
Ordnungshelfer greenfietsen und 4freizeiten